Achtsamkeit lernen – 2 einfache Tipps für mehr Achtsamkeit im Alltag

Bist du unglücklich? Fehlt dir das Gefühl für dich selbst? Weißt du nicht, was du mit deiner Zeit anfangen sollst? Oder hast du das Gefühl, zu wenig Zeit zu haben? Dann solltest du Achtsamkeit lernen.

Wenn du die Bedeutung von Achtsamkeit verstanden hast und beginnst im Alltag achtsamer zu sein, kannst du glücklicher und zufriedener leben.
Das lernst du in dieser Folge:

  • Warum Achtsamkeit so wichtig ist
  • Die vielen positiven Effekte von Achtsamkeit
  • Was Achtsamkeit wirklich ist
  • Wie Achtsamkeit funktioniert
  • Wie du Achtsamkeit lernen kannst

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Warum Achtsamkeit mir geholfen hat

Um dir zu verdeutlichen, wie wichtig es ist, achtsam zu leben, fange ich am besten mit meiner eigenen Geschichte an. Meine eigene Kindheit und Jugend waren sehr turbulent. In unserer Familie gab es viel Streit, Krankheit, Ängste und Sorgen. Als Kind ist man sehr sensibel und übernimmt dadurch einige schädliche Verhaltensmuster oder entwickelt eigene ungesunde Tendenzen, um mit der überfordernden Situation umzugehen. Bei mir hat sich das zum Beispiel in einem extrem schwachen Selbstwert geäußert.

Wenn du auch darunter leidest, weißt du, dass damit viel mehr einher geht und man sich das Leben ganz schön schwer machen kann. Irgendwann war es mir aber zu blöd, ständig zu leiden, Ängste und Sorgen zu haben. Vor acht Jahren habe ich deshalb begonnen, mich intensiv mit dem Buddhismus zu beschäftigen, regelmäßig zu meditieren und bin achtsamer geworden. Von da an ist mein Leben viel sinnvoller geworden und ich bin mit mir immer mehr ins Reine gekommen. Ich habe in dieser Zeit so viel über mich und mein Glück gelernt.

Warum Achtsamkeit auch für dich wichtig ist

Die grundlegendste Erkenntnis meiner bisherigen Erfahrung ist aber, dass meine Freude und meine Zufriedenheit nur etwas mit mir selbst zu tun haben. Wenn es um mich und meinem Leben geht, dann geht es nicht darum, andere zu verändern.

Es bringt deshalb auch nichts, sich über andere oder die Umstände, in denen man sich befindet, zu beschweren. Wie der Name schon sagt, ladet man damit sowieso nur unnötige „Schwere“ auf sich. Außerdem halten uns die vielen Erwartungen, Hoffnungen und Ängste so beschäftigt, dass wir den Moment und damit das Leben gar nicht genießen können. Mit Gedanken wie „Hätte ich…?“, „War das richtig?“ hängen wir dann auch noch ständig in der Vergangenheit fest, obwohl die ja schon abgeschlossen ist. Die Zukunft ist ungewiss und trotzdem sind wir den Rest unserer Zeit mit ihr beschäftigt.

Es ist aber die Gegenwart, die wichtig ist und die Einfluss auf eine glückliche und zufriedene Zukunft nehmen kann. Wir müssen nach ihr schauen! Und damit sind wir schon bei der Achtsamkeit, die so gesehen Grundlage allen Glücks ist.

Die positiven Effekte von Achtsamkeit

Das klingt vielleicht noch etwas abstrakt, aber es gibt sehr viele Effekte, die Achtsamkeit auch auf konkrete Lebensbereiche oder Probleme hat:

  • Wie bereits gesagt, hilft dir Achtsamkeit dabei, weniger Zeit an Sorgen zu verschwenden und schenkt dir damit viel Zeit.
  • Mit Achtsamkeit bist zu außerdem wacher, aufmerksamer, präsenter und offener für das, was gerade passiert.
  • Damit bekommst du ganz automatisch ein besseres Gefühl für dich, deine Bedürfnisse und das, was dir gut tut. Mit dieser Klarheit, auch über eigene Ziele und Werte, fällt es dir leichter dein Leben auf Freude und Zufriedenheit auszurichten.
  • Gleichzeitig steigen deine Empathie und dein Gefühl für deine Umwelt. Dadurch kannst du positiven Einfluss auf deine Beziehungen nehmen und dich sinnvoller verhalten, weil du weißt, was deine Umwelt braucht.
  • Achtsamkeit reduziert Stress, du wirst gelassener und entspannter. Das wurde sogar anhand der Hormonkonzentration im Blut von Achtsamkeitspraktizierenden nachgewiesen.
  • Gehirnbilder konnten außerdem zeigen, dass die Gehirnregion, die für Ängste zuständig ist, bei achtsamen Menschen geschrumpft ist, während die für positive Gedanken, Aufmerksamkeit und das Gedächtnis gewachsen sind.
  • Achtsamkeit kann bei Depressionen helfen
  • Da das Immunsystem durch Achtsamkeitstraining gestärkt wird, profitiert auch der Körper
  • Achtsamkeit fördert die Resilienz, also die Fähigkeit mit schwierigen Situationen in deinem Leben so klar zu kommen, dass du damit umgehen kannst und keinen anhaltenden seelischen Schaden nimmst

Was ist Achtsamkeit?

Auch wenn Achtsamkeit so viel kann, ist sie, anders als manche Menschen denken, kein Ding und auch kein Mittel. Achtsamkeit ist ein natürlicher menschlicher Zustand, den jeder von uns freilegen kann. Achtsamkeit bedeutet voll präsent und mit dem Geist da zu sein, wo man auch gerade mit dem Körper ist. Diesen Zustand hast auch du bestimmt schon erlebt, in einem Moment, in dem du voll im Flow warst, z.B. beim Sex, beim Sport oder wenn du dich sehr über etwas gefreut hast – Dann warst du achtsam. Achtsamkeit lernen heißt also nicht, sich etwas neues anzueignen, sondern nur diesen besonderen Zustand wieder mehr in das eigene Leben zu integrieren.

Achtsame Momente sind keine Momente, in denen wir ganz viel über alles Mögliche nachdenken. Wir sind dann nur bei dieser einen Sache, sodass es sich schon fast so anfühlt, als wären wir eins damit. Bewertungen, Hoffnungen oder Befürchtungen gibt es dann nicht.

Die Lehre von der Achtsamkeit kommt ursprünglich aus dem Buddhismus, wo sie die Grundlage für positive Entwicklung, sinnvolles Verhalten und tiefgreifende Meditationserfahrungen ist. Seit einiger Zeit wird Achtsamkeit aber auch losgelöst davon betrachtet. Für die westliche Wissenschaft wurde Achtsamkeit immer bedeutsamer: Wie kann jeder Mensch von den vielen Vorteilen profitieren, die man bei praktizierenden Buddhisten feststellen konnte.

Jeder Mensch kann Achtsamkeit lernen – Du musst nicht spirituell sein

Es ist natürlich toll, wenn man Achtsamkeit auch mit der Arbeit an der eigenen Sichtweise und nützlichem Verhalten, wie beispielsweise im Buddhismus verbinden kann. Gerade weil es ein natürlicher, menschlicher Zustand ist, hilft Achtsamkeit aber auch denen, die mit Spiritualität wenig am Hut haben und einfach nur glücklicher und zufriedener werden wollen.

Wie funktioniert Achtsamkeit?

Mit Achtsamkeit, bekommst du ein neues Gefühl für dich und deine Umwelt. Indem du dir auch über deine körperlichen und vor allem geistigen Muster und Vorgänge bewusst wirst, kannst du positiven Einfluss darauf nehmen.

Deine körperlichen und seelische Schmerzen verschwinden durch Achtsamkeit zwar nicht, quälen dich aber deutlich weniger. Du erkennst, dass es an dir liegt, ob du den schwierigen Gefühlen zusätzliche Energie gibst, indem du beispielsweise noch eine Schippe Zorn oder Selbstmitleid oben drauflegst. Du kannst entscheiden, ob du leidest oder nicht.

Mit Achtsamkeit schaffst du es auch, dich von negativen Gefühlen und Fehlverhalten zu lösen, weil du durch mehr Bewusstsein die Kontrolle über deine Gedanken hast und nicht mehr zwanghaft allem nachgehen musst. Deshalb fällt es dir leichter negative Tendenzen und Gefühle, genauso wie Gedankenkreisen, loszulassen. Du wirst feststellen, dass die störenden Gedanken genauso schnell wieder gehen, wie sie gekommen sind.

Genauso positiv wirkt sich Achtsamkeit auf die Wahrnehmung deines Körpers und seiner Signale aus. Damit fällt es dir viel leichter gesünder zu leben, zu essen, zu arbeiten oder Sport zu treiben. Die Intuition, bzw. das Bauchgefühl werden dadurch geschult und so hast du immer mehr Einfluss auf dein Befinden.

Wie wird man achtsamer?

Achtsamkeit kannst du am besten über regelmäßige Meditation trainieren. Wenn du dich dafür interessierst, dann hör‘ dir meinen nächsten Podcast an, wo es speziell darum geht. Wenn du jetzt schon interessiert am Thema Meditation bist, dann lies dir hier mein grundlegendes Wissen zur Meditation durch.

Aber auch ohne Meditation kannst du dich natürlich in Achtsamkeit üben. Da der Tag 86400 Sekunden und mindestens genauso viele Momente hat, hast du genauso oft die Möglichkeit dazu.

Achtsamkeit lernen – Tipp 1: Wecker stellen

Mein erster, sehr effektiver Tipp für nur wenige Sekunden des Tages: Stelle dir 1 bis 3 mal am Tag einen Wecker. Stelle dir, wenn dieser Wecker klingelt, folgende Fragen: Wo bin ich gerade mit meinen Gedanken? Was sind meine Gedanken?

Spüre in deinen Körper und beobachte dich, deine Gefühle und Gedanken. Versuche das erstmal nur für 10, 20, 30 Sekunden.

Diese Übung wird auf Dauer richtig interessant, wenn du deine Gedanken und Gefühle dann jeweils aufschreibst. Du kannst dann nach einiger Zeit viel darüber herausfinden, wie deine Gedankenwelt funktioniert, was dich froh und weniger froh macht. Außerdem hilft dir die Auswertung deiner Gedanken und Gefühle bei der Erkenntnis, dass du sie nicht zu ernst nehmen musst, weil sie nie von Dauer sind. Alles ist im ständigen Wandel und diese Erkenntnis kann sehr befreiend sein.

Achtsamkeit lernen- Tipp 2: Bewusste Pausen

Wenn dir das noch zu anstrengend ist, kannst du dir auch ganz bewusst einmal am Tag vornehmen an deiner Achtsamkeit zu arbeiten. Am besten für etwas, das sonst selbstverständlich gemacht oder einfach nebenbei wahrgenommen wird. Das könnte das Zähne putzen am Morgen oder eine Tee-Pause ganz ohne Handy, Buch oder sonstige Ablenkungen sein. Trinke deinen Tee ganz bewusst und Schluck für Schluck. Wie schmeckt er? Wie fühlt er sich im Bauch an? Welche Gedanken kommen in dir auf? Versuche dich nicht zu verurteilen, wenn du diesen Gedanken nachgehst, sondern kehre einfach wieder in den Moment zurück, wenn du bemerkst, dass du abdriftest.

Wenn du diese Tipps umsetzt, förderst du deine Achtsamkeits-Gewohnheit. Du wirst mit der Zeit automatisch öfter im Moment sein und von den vielen Vorteilen, die Achtsamkeit mit sich bringt, profitieren können. Vor allem wirst du dein Leben intensiver wahrnehmen, dich seltener Fragen, wo deine Zeit geblieben ist und den Sinn finden, anstatt ihn zu suchen.

Wenn du die beiden Tipps ausprobiert hast, freue ich mich sehr über dein Feedback in den Kommentaren, in einer privaten Nachricht oder im besten Fall in unserer Facebook Happy Minds-Gruppe. Hier tauschen wir uns über unsere Erfahrungen zu Achtsamkeit aus, geben uns Tipps zu Lebensfreude und Selbstliebe und lernen zusammen. Melde dich gleich an und werde Teil unserer Achtsamkeits-Community!

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