Buddhistische Psychologie

Von Buddhistischer Psychologie kann jeder etwas lernen. Dazu muss man weder spirituell noch gläubig sein. Aber was ist eigentlich Buddhistische Psychologie?

In dieser Folge erkläre ich dir:

  • Die Schnittstellen von Buddhismus und Psychologie
  • Was Buddhismus ist
  • Was Buddhistische Psychologie ist

Wie du ja vielleicht schon weißt, bin ich Buddhistin und das auch schon fast mein ganzes Leben lang. Für mich sind daher grundlegende buddhistische Gedanken natürlich. In meinem Studium der Kommunikationswissenschaften und in meiner Ausbildung zur Systemischen Beraterin habe ich außerdem einiges über die menschliche Psyche zur Behandlung diverser Problemfelder gelernt. Also habe ich früh festgestellt, dass sich beide Ansätze hervorragend ergänzen und es keinen Widerspruch gibt. Deshalb möchte ich dir heute mal den Ansatz der buddhistischen Psychologie vorstellen, der beides in sich vereint. Schließlich geht es hier, bei Achtsamkeit mit Anna neben Selbstfreundschaft auch um Achtsamkeit und Buddhistische Weisheiten.

Buddhistische Psychologie verbindet buddhistische Geistesarbeit und Weisheiten mit westlicher, moderner Psychologie. Aber passt das? Wie stehen Buddhismus und Psychologie eigentlich zueinander?

Psychologie

Die Psychologie beschäftigt sich spätestens seit Platon mit dem Erleben und Verhalten der Menschen sowie mit Hilfestellungen, die das Leben leichter machen. Jeder, der an sich, seinen Einstellungen und seinen Verhaltensweisen arbeitet ist so gesehen schon ein Hobbypsychologe. Spannenderweise entwickelt sich die Psychologie aber mehr dort hin, wo der Buddhismus schon seit über 2500 Jahren steht. Heutzutage arbeitet die Psychologie beispielsweise mehr mit den Fähigkeiten und Stärken der Patienten um Schwierigkeiten aufzulösen. Auch werden traumatische Erfahrungen und Probleme nicht mehr intensiv betrachtet, um sie nicht weiter zu verstärken. Deshalb lenkt auch die Psychologie ihre Energie der Patienten verstärkt auf die Möglichkeiten und das Positive. Wie auch der Buddhismus setzt die Psychologie mittlerweile unterhalb der schlechten Gefühle an und arbeitet an den Ursachen.

Buddhismus

Buddhismus beschreibt die Lehren Buddhas, der vor ca. 2500 Jahren gelebt hat. Buddha hat Zeit seines Lebens 84.000 Belehrungen dazu gegeben, wie wir Menschen das volle Potenzial unseres Geistes entfalten können. Auf die Frage warum er lehrte, sagte Buddha: „Ich Lehre, weil alle Wesen glücklich sein und leid vermeiden wollen. Ich lehre wie die Dinge sind.“ Daraus haben sich verschiedene Schulen mit unterschiedlichen Zielgruppen und Zielen entwickelt. Alle gemeinsam bedienen sich aber dieser wertvollen Lehren, die oftmals auch als Apotheke bezeichnet werden. Bei 84.000 Belehrungen ist für jede Situation und jedes noch so blöde Gefühl etwas dabei. Alle Schulen des Buddhismus haben die ganzheitliche Entwicklung der Menschen zum Ziel. Körper, Rede und Geist werden hier sinnvoll eingesetzt, so wie Buddha es in seinen Lehren empfahl.

Buddhismus ist keine Religion. Das Wort Religion ist lateinisch und bedeutet zurück verbinden. Allerdings gibt es im Buddhismus nichts, was wieder hergestellt oder verbunden werden muss. Es gibt kein Paradies aus dem wir alle heraus gefallen sind und auch keinen außen stehenden Gott, der über uns richtet. Buddha hat als Mensch etwas geschafft, dass wir alle schaffen können, nämlich zu erkennen, wer wir wirklich sind und dauerhaft glücklich zu sein. Es geht auch nicht darum zu glauben, was Buddha gesagt hat. Jede seiner Lehre ist logisch, nachvollziehbar und erfahrbar.

Aufgrund der Klarheit und Nachvollziehbarkeit der Lehre könnte man meinen Buddhismus wäre eine Philosophie. Das stimmt aber nicht, weil sie einen positiv verändert. Es bleibt hier also nicht nur bei der bloßen Theorie.

Deshalb liegt der Schluss nahe Buddhismus wäre eine Psychologie. Das ist er auch, jedoch ergänzt um Weisheiten, die über das jetzige leben hinaus gehen und Tod und Vergänglichkeit miteinbeziehen. Somit könnte man sagen, Buddhismus fängt da an, wo Psychologie aufhört. Er zeigt auf das, was hinter unserer Psyche liegt, das, was da war, ist und bleibt. Das was wahrnimmt.

Buddhistische Psychologie

Die Buddhistische Psychologie arbeitet an den Ursachen der Probleme und bietet Hilfestellungen mit negativen Gefühlen und leidvollen Erfahrungen umzugehen. Außerdem gibt es Weisheiten und Anregungen zum sinnvollen Leben, sodass wir Leid vermeiden und unser Leben mit Sinn erfüllen können.

Die Buddhistische Psychologie verbindet Meditation und Achtsamkeitsschulung mit der Emotionsarbeit und dem sinnvollen Verhalten. Das was theoretisch gelernt wird, wird somit durch konkrete Übungen auch erfahrbar gemacht. Dabei ist das wichtigste Mittel die Meditation. Auf das Studieren und Nachvollziehen der Lehren folgt also auch immer die Anwendung und Erfahrung. Durch Meditation wird der Geist beobachtet und letztlich auch verstanden. Man arbeitet also an der Ursache direkt. Am Geist, der alles wahrnimmt und nicht nur an den Symptomen, die sich in Gefühlen und Verhaltensweisen zeigen.

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