BUDDHISTISCHE WEISHEITEN UND SICHTWEISE

Wenn du auf dieser Seite angekommen bist, bist du wahrscheinlich an Buddhismus, seinen Weisheiten und seiner positiven Wirkung interessiert. Deshalb möchte ich hier kurz ein paar grundlegende Weisheiten mit dir teilen.

Buddha war kein Gott. Er war ein Mensch, der erkannt hat, dass der Geist eines jeden bereits alle Qualitäten in sich trägt und dass es gar nichts zu erreichen gibt. Die Wesen leiden jedoch, weil sie nicht in der Lage sind, das zu sehen und weil sie sich so stark mit sich und ihrer Wahrnehmung der Dinge identifizieren.

Buddha gab 84.000 Belehrungen. Das sind nicht nur flotte Sprüche, sondern vor allem Beschreibungen darüber, wie das Leben ineinander spielt, was Leid und was Glück bringt. Daher wird seine Lehre oftmals mit einer riesigen Apotheke verglichen, die für jede Situation und jedes Gefühl etwas Helfendes bereithält. Es folgen also fünf relevante und praktikable Tipps, die du im Alltag einfach anwenden und überprüfen kannst.

Verstehe, das Karma reine Logik ist

Man muss nicht spirituell sein, um an Karma zu „glauben“. Karma beschreibt das Gesetz von Ursache und Wirkung. Das bedeutet also, entsprechend dem deutschen Sprichwort „Wie es in den Wald hinein ruft…“, dass nichts ins Leere geht. Alles in dieser Welt ist verbunden und was gedacht, gesagt oder getan wird, bestimmt das Ergebnis. Individuell, wie auch im Kollektiv. Wenn du ein Glas auf den Boden wirfst, zerbricht es. 

Nicht für alles, was uns im Leben widerfährt, haben wir eine so eindeutige Erklärung. Dennoch können wir sicher sein, dass wir irgendwann einmal die Ursachen dafür gelegt haben und dass wir in jedem Moment neu unsere Zukunft gestalten. Damit liegt die Verantwortung für unser Glück bei uns. Diese Erkenntnis kann richtig Freude bereiten, ist in schwierigen Situationen aber auch hart, da wir Menschen es lieben, Verantwortung abzuschieben.

ENTSPANNE DICH

Wenn man Karma besser verstanden hat, dann kommt man auch zu folgendem Entschluss: Es gibt keinen Grund, sich aufzuregen. Denn alles was uns widerfährt, geschieht nicht aus Zufall. Deshalb ist es weniger wichtig was passiert, sondern vielmehr wie du darauf reagierst. Wenn etwas  passiert ist, ist es passiert. Die Chance, dass es sich wiederholt, wird aber geringer, wenn du daraus etwas gelernt hast. Versuche also, die Situation mit etwas Abstand zu betrachten. Dadurch gibst du dir selbst die Zeit, dich für eine sinnvolle Reaktion zu entscheiden. Das ist gleichzeitig auch die beste Strategie, sich schädliche Gewohnheiten wie Wut- oder Eifersuchtsanfälle abzugewöhnen. Um mehr Abstand zu herausfordernden Situationen und Gefühlen zu bekommen, eignen sich Achtsamkeit und Meditation. 

Mehr über die positiven Effekte von Achtsamkeit findest du hier. 

Grundlegendes Wissen über Meditation habe ich dir hier zusammengetragen.

Nimm dich selbst nicht zu ernst

Apropos schädliche Gewohnheiten: Oft denken wir „Ich bin halt so“, „Ich war schon immer so“ oder „Ich kann das nicht ändern“. Aber hast du dich schon einmal gefragt, wer du wirklich bist? Was davon ist permanent? Ist es dein Körper? Eher nicht. Er wird dicker oder dünner und mit Sicherheit älter. Deine Überzeugungen? Auch die ändern sich. Deine Gefühle? Auch nicht. Oder bist du noch immer unsterblich in Marius aus der 8b verliebt?

Wenn man genau darüber nachdenkt, sind das ganze Leben und die Idee von einem selbst nur eine Momentaufnahme und ein Konzept, was man ständig versucht aufrechtzuerhalten. Tatsächlich ist alles im ständigen Wandel und nichts für immer. Das ist erst mal schockierend, bedeutet aber auch, dass man all die Tragödien des Alltags gar nicht so ernst nehmen muss.

Und ja, ein ICH als Anna, die sich nie ändert, gibt es so gesehen tatsächlich nicht. Einen Geist dagegen schon, denn irgendwer war die ganze Zeit da und hat das alles erlebt, oder?

Habe Mitgefühl

Ein ganz grundlegendes Prinzip der buddhistischen Lehre ist Mitgefühl. Das bedeutet, man fühlt mit den Wesen, weil man weiß, dass ausnahmslos alle nur Glück haben und Leid vermeiden wollen. Wenn wir das verstehen, können wir auch mit den vermeintlichen Gemeinheiten der anderen besser umgehen. Auch sie wollen Glück und sind mit ihrem Verhalten dabei, sich genau ins Gegenteil zu manövrieren. Außerdem verhält sich niemand schlecht, dem es gut geht.

Entscheide dich für die Freude

Freude ist ein Gefühl wie jedes andere, dem es sich immer lohnt, Energie zu geben. Es gibt Situationen, in denen man wirklich keinen Grund zum Lachen hat. Aber tatsächlich ist niemandem geholfen, sich dem Leid voll hinzugeben. Vielleicht kennst du diesen berühmten Spruch von Voltaire, der genau das meint: „Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen glücklich zu sein“.

Folgende Geschichte zeigt außerdem, dass es möglich ist und Sinn macht, sich auf das Potenzial, die Freude oder das Mitgefühl zu konzentrieren: 

Ein Mann ist auf der Flucht vor einem Tiger. Er rannte schnell, kam aber plötzlich an einen Abgrund. Als er stürzte, konnte er sich an einer Baumwurzel festhalten. Er sah in die Tiefe und erblickte am Boden einen weiteren Tiger, der mit blutrünstigen Blicken auf sein Opfer lauerte. Sein Leben war also verwirkt. Er sah keine Rettung. Abwechselnd schaute er von oben nach unten, schließlich auch zur Seite. Da hing in Reichweite eine große, rote, reife Erdbeere. Trotz seiner Todesangst griff er mit der freien Hand danach und erfreute sich an dem köstlichen Aroma der Waldfrucht. Noch nie war er so sehr in der Gegenwart gewesen, hat sich selbst und seine Angst vergessen. Ein Blitz am Himmel – und er erlangte die große Befreiung.

Das war meine kurze Einführung in die buddhistischen Weisheiten für den Alltag. Ich hoffe sehr, dass du dadurch schon die ein oder andere kleine Erleuchtung erfahren hast. Wenn du mehr Tipps und Wissen zu den Themen buddhistische Weisheiten, Meditation, Achtsamkeit und Selbstliebe hören möchtest, abonniere meinen Podcast.

HALLO, ICH BIN ANNA!

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