Meditation für Anfänger – Antworten auf eure Fragen

Meditation für Anfänger. Was hält dich noch vom meditieren ab? Woran zweifelst du? Was willst du noch wissen? Diese Frage habe ich euch letzte Woche auf Instagram und in der Facebook-Gruppe gestellt.

Da ich nächste Woche mal eine kleine Meditations-Challenge mit euch machen möchte, habe ich letzte Woche in der Community auf Instagram und in der Facebook-Gruppe gefragt, was ihr unbedingt noch wissen wollt, bevor es für euch mit dem Meditieren losgehen kann. Was hindert euch noch? Was versteht ihr noch nicht?

Dabei sind ganz viele tolle Fragen entstanden, die ich euch heute beantworten möchte.

Meditation für Anfänger – Eure Fragen: Was ist der Unterschied zwischen Hypnose und Meditation?

Ich bin keine Hypnose-Expertin, aber so viel ich weiß, versetzt Hypnose in andere Bewusstseinszustände und öffnet ein Tor zum Unterbewusstsein. Es wird dann Aktiv etwas in der Wahrnehmung verändert, über Impulse von Außen. Die Meditation versetzt nicht von jetzt auf gleich in einen anderen Bewusstseinszustand versetzt, sondern verändert kontinuierlich dein Bewusstsein und deine Wahrnehmung.  Du lernst wahrzunehmen, was da ist. Den gegenwärtigen Moment und den der ihn erlebt.

Mit Hypnose bohrt man also gezielt tief. Das Unbewusste wird dann ins Bewusstsein geholt und sichtbar gemacht. Veränderung entsteht dann durch die konkrete Verarbeitung von Erlebnissen durch die Auseinandersetzung mit Therapeuten. Meditation arbeitet ganzheitlich im Bewusstsein an der Veränderung durch Gewohnheiten. Bei der Meditation kommen die Impulse zur Veränderung von Innen durch das Bewusstsein, was sich verändert.

Als Beispiel stell dir ein Glas mit Wasser vor, indem kleine Teilchen Erde und Sand wirbeln. Bei der Meditation wird die Gewohnheit aufgebaut den Geist zu beruhigen, wodurch Klarheit entsteht. Die Teilchen setzen sich also auf den Boden und das Wasser wird klar. Du wirst klar und Herr deiner Gedanken und Gefühle. Du bist nicht mehr getrieben davon, in deiner Vergangenheit oder Zukunft zu suchen. Du schaffst Abstand. Bei der Hypnose wirbelt der Sand weiter, aber man pickt sich mit Hilfe eines Therapeuten ein Stück gezielt raus und bearbeitet es.

Meditation für Anfänger – Eure Fragen: Was ist das Ziel von Meditation?

Zufriedenheit, Gelassenheit und Glück sind positive Nebeneffekte der Meditation und können auf jeden Fall für dich ein Ziel sein. Genauso wie Achtsamkeit, denn auch hierfür ist Meditation der Schlüssel.

Du kannst Meditation aber auch als Mittel betrachten, dir selbst zu begegnen. Denn so, wie du wirklich bist, so siehst du dich eigentlich nur in der Meditation. Weil du erkennst, wer da hinter den Gedanken, hinter den Gefühlen, hinter der Kleidung steckt.

Außerdem kannst du lernen, deine Gefühle und deine Gedanken zu lenken, weil du in der Meditation einen Abstand dazu bekommst, indem du verstehst, dass die sich ständig ändern, kommen und gehen und dass sie gar nicht so fest und wirklich sind, wie wir glauben dass sie sind. Im einen Moment sind wir froh, im anderen traurig, dann wieder froh. Und jedes mal sind wir uns sicher, das sind wir. Durch regelmäßige Meditation erkennst du, dass du vielmehr der bist, der das erlebt. Dann musst du das alles auch nicht mehr so ernst nehmen und kannst entscheiden, welchen Gefühlen und Gedanken du dich hingeben willst und welchen nicht. Damit bekommst du ganz viel Macht und Verantwortung für dich selbst und wirst damit automatisch glücklicher.

Dazu kommt, dass du mit diesem Abstand durch die Meditation auch eine Gelassenheit und Offenheit entwickelst, weil du verstehst, dass deine vielen Bewertungen über die Welt und Erwartungen an Menschen und Situationen nicht mehr so wichtig sind. Weil du den entsprechenden Abstand hast, musst du nicht mehr im Hier und jetzt sofort auf alles reagieren und bist trotzdem mehr in der Gegenwart als in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Dazu habe ich in der letzten Folge ganz viel gesprochen. Wenn dich die Gründe zur Meditation also weiter interessieren, dann höre da am besten nochmal rein.

Meditation für Anfänger – Eure Fragen: Wie baut man sich eine gute Meditationsroutine auf?

Was tun, wenn man nur wenig Zeit für Meditation hat?

Schritt 1: Sei ehrlich!

Die eigene Motivation hat ganz viel mit Ehrlichkeit zu dir selbst zu tun. Wenn du wirklich glücklicher, gelassener, zufriedener, achtsamer usw. sein willst, dich wirklich annehmen willst, dann wirst du auch etwas dafür tun. Das klingt vielleicht jetzt ein bisschen hart, aber das ist auch ganz wichtig für die Freundschaft zu dir selbst, ehrlich zu sein und Verantwortung für dein Leben zu übernehmen. Es geht also um den Sinn, den du in der Meditation sehen musst, bevor du anfängst. Sonst sind andere Dinge wichtiger.

Schritt 2: Nimm dir nicht zu viel vor!

Das ist wie mit jedem Vorhaben. Zu große Ziele demotivieren. Deshalb würde ich dir raten, nimm dir vor jeden Tag nur ein bisschen zu meditieren. Starte mit einer Minute. Am Anfang kannst du dich dafür auch nur einfach mal auf ein Kissen sitzen und schauen, wie sich das so anfühlt. Am nächsten Tag machst du dir vielleicht eine Kerze an und am dritten Tag machst du dir eine geführte Meditation auf die Ohren oder du beobachtest für eine Minute einfach mal deine Gedanken. Versuche sie wie einen Film im Kino zu beobachten und wirklich nur Zuschauer zu bleiben. Wenn du merkst, dass du plötzlich im Film bist, komme einfach wieder zurück auf den Zuschauersitz. Oder konzentriere dich auf deinen Atem und beobachte, wie er an der Nasenspitze kommt und geht. Wenn du willst, kannst du am nächsten Tag mal zwei Minuten daraus machen. Aber eine Minute ist auch schon gut und wenn du das ein paar Tage am Stück gemacht hast, ist eine Gewohnheit entstanden.

Schritt 3: Arbeite mit Routinen!

Ich würde dir außerdem raten, dir eine feste Uhrzeit oder Routine festzulegen. Also immer nach dem Aufstehen, vor dem Zubett gehen, vor dem Essen, vor dem Zähneputzen. Das festigt die Gewohnheit.

Wenn du unterwegs bist und kein Meditationskissen hast, kannst du dich außerdem auch auf einen Stuhl setzen. Das geht auch in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit. Nur solltest du dabei selbst nicht fahren. Aber eine Minute in der Bahn mit geschlossenen Augen, deinen Atem oder deine Gedanken zu beobachten geht auf jeden Fall.

Schritt 4: Sei nicht zu hart zu dir!

Es ist übriges auch nicht schlimm, wenn du es einen Tag mal nicht schaffst! Schließlich geht es nicht drum, irgendwo anzukommen – er Weg ist das Ziel! Je öfter je besser, aber es gibt bei der Meditation nichts zu gewinnen. Meditation ist ein Geschenk an dich selbst. An Tagen, an denen du meditierst, machst du dir dieses Geschenk, an anderen halt auch mal nicht.

Meditation für Anfänger – Eure Fragen: Wieso habe ich keine Erfolgserlebnisse?

Es geht bei der Meditation gar nicht um direkte Erfolgserlebnisse. Es geht um die positiven Langzeiteffekte und die passieren ohne dass man sie merkt. Du merkst irgendwann, dass du gelassener bist, mehr Freude empfindest, mehr strahlst, dir weniger Gedanken machst. Aber das geht natürlich nicht von heute auf morgen, weil unsere Denkmuster auch so stark sind. Den Effekt bemerkt man erst mit der Zeit und andere vielleicht an einem sogar früher als man selbst. Das ist wie mit dem Blick in den Spiegel. Es gibt auch “Meditationshighs”, aber um die geht es gar nicht. Denn dann würdest du ja deine Erwartungen wieder zusätzlich stärken, wenn jede Meditation so eine Flucht aus der Realität und damit Ersatzdroge wäre. Es ist schön, wenn man das hat, aber dann geht es weiter und dann gibt es auch wieder Tage an denen gar nichts passiert. Also habe da bitte an die direkte Wirkung der Meditation keine Erwartungen.

Meditation für Anfänger – Eure Fragen: Wie soll man seinen Atem ganz natürlich beobachten? Sobald man darauf achtet, atmet man doch anders?

Natürlich ist das am Anfang so, dass man den Atem bewertet, weil man sich darauf konzentriert. Und das man dann vielleicht denkt, man atmet jetzt anders, ist auch normal.

Aber solange du weiter atmest ist, das gar nicht so wichtig. Am Anfang ist eben noch alles neu und dann machst du dir noch viele Gedanken und dann eben auch um den Atem. Ich kann ich dir versprechen, das legt sich mit der Zeit und der Routine. Es geht ja in der Atem-Meditation auch nicht darum den Atem zu beruhigen oder besser zu machen.

Der Atem ist wie eine Art Spielzeug zur Ablenkung oder Anker für unseren Geist. Weil man in der Meditation diesen Abstand zu den Gedanken und Gefühlen übt, den man normalerweise nicht hat, braucht man etwas, auf das man sich konzentrieren kann, um mal Abstand davon zu bekommen. Und da ist das beste der Atem, weil der eben regelmäßig da ist und das auch entspannt. Weil die Gewohnheit trotzdem so stark ist an jedem Gedanken wieder festzuhalten, der vorbei geht, ist dann der Atem die Ablenkung, indem man sich erinnert, “oh ich denke schon wieder über das und das nach, jetzt gehe ich zurück zum Atem”. Aber auch das muss man erst üben. Und wenn du eben am Anfang die ganze Zeit damit beschäftigt bist über deinen Atem nachzudenken, dann ist das so. Irgendwann wird auch das dir langweilig sein und dann kommt die Entspannung. Und wenn dann wieder Gedanken an den Alltag kommen, gehst du zurück zum Atem.

Meditation für Anfänger – Eure Fragen: Wie sollte man beginnen? Geführte Meditationen oder anders?

Da würde ich sagen, dass solltest du, gerade zu Beginn so entscheiden, wie dir es am besten gefällt. Nichts ist da falsch und wichtig ist, dass es gerade zu Beginn auch Spaß macht. Deshalb würde ich mir an deiner Stelle mal ein paar geführte Meditationen anhören und schauen, ob das passt. Für eigene Meditationen kannst du ja auch mal die Meditation auf den Atem probieren oder Body-Scan. Also Alle Stellen deines Körpers abfühlen. Da gibt es ja einiges. Bei mir wird es in der nächsten Folge auch 3 Anleitungen geben. Ich bin ein Fan von einfachen Anleitungen, die dich dazu befähigen dann auch selbst meditieren zu können.

Abraten würde ich von Traumreisen. Denn das ist meiner Meinung nach zwar gut für Entspannung aber hat nicht unbedingt für die vielen anderen positiven Effekte, die dich im Alltag glücklicher und zufriedener werden lassen.

Wenn du mehr zu Achtsamkeit, Meditation, Selbstliebe und Lebensfreude lernen möchtest, dann abonniere meinen Podcast.

→ Folge mir auf Instagram: https://www.instagram.com/achtsamkeitmitanna/

→ Werde Teil der Achtsamkeits-Community und melde dich zu unserer Selbstfreundschafts-Facebook-Gruppe an, wo wir uns gegenseitig inspirieren und gemeinsam lernen.
https://www.facebook.com/groups/achtsamkeitscommunity

Mein Geschenk für dich

In meinem kostenlosen Selbstfreundschafts-Guide erfährst du…

  • Das Geheimnis der Achtsamkeit im Alltag (Stichwort: Mein 5-Säulen-Prinzip).
  • Wie du Freundschaft mit dir schließt und nachhaltig pflegst.
  • Wie du Verantwortung für dein Glück und deine Zufriedenheit übernimmst.

Sichere dir jetzt meinen kostenlosen Selbstfreunschafts-Guide und erhalte mein 21-seitiges PDF sofort per E-Mail.

Dein Geschenk

In meinem kostenlosen Selbstfreundschafts-Guide erfährst du…

  • Das Geheimnis der Achtsamkeit im Alltag (Stichwort: Mein 5-Säulen-Prinzip).
  • Wie du Freundschaft mit dir schließt und nachhaltig pflegst.
  • Wie du Verantwortung für dein Glück und deine Zufriedenheit übernimmst.

Sichere dir jetzt meinen kostenlosen Selbstfreunschafts-Guide und erhalte mein 21-seitiges PDF sofort per E-Mail.

Schreibe einen Kommentar

MEHR ÜBER MICH:

Menü schließen

SICHERE DIR DEINEN KOSTENLOSEN GUIDE UND ERFAHRE, WIE DU MIT DEN 5 SÄULEN DER ACHTSAMKEIT IM ALLTAG ECHTE FREUNDSCHAFT MIT DIR SCHLIEßT!

Mit diesem Eintrag erhältst du in wenigen Minuten gratis per E-Mail Zugang zu meinem kostenlosen Guide. Aufgrund des hohen Wertes dieses Guides werde ich dich auch in meine Newsletter-Liste aufnehmen und dich weiterhin mit tollem Content versorgen. Deine Anmeldedaten, deren Protokollierung, der E-Mail-Versand und eine statistische Auswertung des Leseverhaltens, werden über das Tool „Active Campaign“ verarbeitet. Mehr kannst du dazu auch in meiner Datenschutzerklärung nachlesen: https://achtsamkeitmitanna.de/datenschutzerklaerung/

Schließe Freundschaft mit dir durch Achtsamkeit im Alltag

smartmockups_k6qhk1bz

Melde dich jetzt für deinen kostenlosen Achtsamkeits-Guide an und lerne, wie du echte Freundschaft mit dir schließt.