Wie du dich in zwei Schritten selbst kennenlernen kannst

Absolute Grundlage für jede Selbstfreundschaft ist das Wissen darüber, mit wem man es eigentlich zu tun hat. In dieser Folge erkläre ich dir, wie du dich in zwei Schritten selbst kennenlernen kannst. Außerdem:

  • Wichtige Fragen, die du dir stellen solltest
  • Tipps zur Selbstreflektion im Alltag
  • Eine philosophische Einführung in das Verständnis des selbst im Buddhismus

Diese Woche geht es um ein absolutes Basic bzw. den ersten Schritt zur  Selbstfreundschaft, nämlich darum, wie du dich selbst kennenlernen kannst.

Sich selbst kennenlernen – Warum ist das so wichtig?

Ich arbeite immer gerne mit dem Begriff Selbstfreundschaft, weil wir, wenn es um Freundschaften geht, zumindest eine Ahnung davon haben, wie eine gute Beziehung entsteht und was es bedeutet befreundet zu sein.

Unsere besten Freundschaften im Außen sind auch so zustande gekommen, indem wir uns erst kennen gelernt haben und wir uns dann dafür entschieden haben, mit dieser Person befreundet sein. Deshalb wissen wir jetzt ganz genau, warum wir mit der Person befreundet sind und kennen ihre Stärken aber auch Schwächen.

Sich selbst kennenzulernen bedeutet nichts anderes als Selbst Bewusstsein, also dass du dir selbst bewusst wirst, bist und bleibst. Wenn du dich kennst, dann kannst du dich auch bewusst für dich entscheiden.

Würden wir uns einfach mit irgendjemandem anfreunden ohne ihn zu beobachten ohne mit ihm zu sprechen, ohne zu wissen was er gerne mag, wie seine Einstellung zu bestimmten Themen ist, welchen Humor er hat und was seine Werte sind, würde das die Freundschaft nicht so einfach machen. Wir wüssten gar nicht ob es zwischen uns passt, weil wir keine Entscheidungsgrundlage hätten. Außerdem: Wenn wir uns nicht für die andere Person interessieren würden, was wäre das denn für eine potentielle Freundschaft? 

Sich selbst kennenlernen – Der erste Schritt

Wenn wir dieses Wissen auf unsere Selbstfreundschaft übertragen, dann zeigt uns das den ersten Schritt: Sich selbst kennen zu lernen, zu begegnen und zu betrachten ist enorm wichtig.

Dir selbt bewusst werden und dich selbst kennenlernen kannst du also mit Fragen wie:

  • Wer bin ich?
  • Was mag ich? Was mag ich nicht?
  • Was sind meine Werte?
  • Was sind meine Stärken und Schwächen?
  • Was sind meine Gewohnheiten und Muster?

Mein erster Tipp an dich: Nimm dir mal ein paar Tage Zeit und beantworte dir diese Fragen, indem du dich beobachtest. Wenn du dir die Antworten aufschreibst, kannst du für dich schon ganz viel mitnehmen und bist dabei dich selbst kennenzulernen.

Wenn es dann z.B. in Zukunft um Entscheidungen geht, kannst du dieses Wissen über dich miteinbeziehen. Dir wird dann vielleicht auch bewusst, wie du dir in stressigen Situationen helfen kannst und so weiter.

Sich selbst kennenlernen – Der zweite Schritt

Viele Coaches hören an dieser Stell auf. Ich gehe mit dir aber noch einen weiteren Schritt, denn genau zu wissen, wer wir sind fühlt sich gut an, gaukelt uns aber auch ein Gefühl der Sicherheit vor, an dem wir uns vermeintlich festhalten und hinter dem wir uns verstecken können.

Das gefährlich daran zu sagen „so bin ich“ ist aber, dass wir uns dadurch auch relativ viel Potenzial nehmen und für bestimmte und vor allem neue Dinge nicht offen sind, weil wir uns auf dieses Konzept limitieren.

Diese sogenannte Glaubenssätze sind das Produkt unserer Kindheit und der Prägung unseres Umfelds. Es sind keine bewussten und reflektierten Aussagen, sondern unbewusste Programme und Überzeugungen. Tatsächlich sind wir, wenn wir nicht mit Achtsamkeit und Meditation arbeiten, nur zu 5% der ganzen Zeit des Tages wirklich bewusst. Die restliche Zeit handeln wir unbewusst

Wenn man sich selbst kennenlernen will, sollte man also nie damit aufzuhören sich neu zu entdecken und sich nicht in Schubladen stecken!

Folgende Fragen kannst du dir stellen, um mehr Offenheit für dich selbst zu entwickeln:

Bin ich mein Körper?

Wenn ich nicht mein Körper bin, weil der sich ständig ändert, bin ich dann vielleicht meine Gefühle? Aber fühle ich denn immer gleich?

Bin ich meine Vorlieben, meine Einstellungen und meine Gedanken?

Wenn du länger über diese Fragen nachdenkst, wirst du feststellen, dass du viel mehr bist, als all das und dass es deshalb so viel an dir zu entdecken gibt und dass du alle Möglichkeiten hast, dich so zu entwickeln, wie du es möchtest. Du machst dich außerdem einfach weniger schwach und verletzlich, wenn du dich und die Vorstellung von dir nicht so ernst nimmst.

Damit du dieses Wissen für dich nutzen kannst habe ich jetzt nochmal folgenden Tipp für dich:

Stell dir bewusst öfter mal die Frage „Wer bin ich und wo bin ich gerade?“ Und wenn eine Situation auf dich zukommt, in der du normalerweise in einer bestimmten Weise reagierst, dann kannst du es mal anders versuchen und dich fragen, „bin das immer noch ich?

Diese Offenheit für dich selbst, dir mehr zuzutrauen und das Interesse an dir neues zu entdecken, macht dich reicher, erfolgreicher und lindert einige deine Ängste.

So, ich hoffe, du konntest aus dieser Folge ganz viel für dich mitnehmen und dass du gefallen daran findest, dich immer wieder neu kennen zu lernen.

Hab eine schöne Zeit,

Deine Anna

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